Lillith

Lillith_klVom Klinikum zur Hausgeburt

Als ich im Frühjahr 2011 mit unserer ersten Tochter schwanger war, hatte ich fest vor zur Geburt des Kindes ins Klinikum zu fahren. Erfreulicherweise sagte mir Andrea Mehlberg schon früh in meiner Schwangerschaft eine Wehenbegleitung zu, so dass ich hoffte für die bevorstehende Geburt nicht allzu lange in der Klinik bleiben zu müssen.
Als der errechnete Geburtstermin näher rückte und ich den Eindruck hatte, unsere Tochter würde diesen deutlich überschreiten, entschied ich mich, für die Geburt unserer Tochter doch in die Klinik Neu-Bethlehem zu fahren, insbesondere da diese Klinik nicht schon am Tag 7 über dem errechneten Termin einleiten würde.
Und endlich am Tag 10 über errechnetem Termin fingen bei mir morgens ganz zaghaft die Wehen an. Ich telefonierte mehrfach mit Andrea und sie gab mir gute Tipps, um die Wehen voran zu treiben. Um 14 Uhr kam sie dann zu uns nach Hause und stellte fest, dass bei immerhin 2 cm MM Eröffnung die Wehen weiterhin noch recht schwach waren. Das konnte ich auch nur bestätigen, denn wir hatten noch ein gemütliches Kaffeetrinken und Pläuschchen. Da jedoch die Herztöne des Kindes zweimal unter Wehen bei 120/min lagen, riet uns Andrea schon ins Krankenhaus Neu-Bethlehem zu fahren.
Der Kreissaal war leider mit drei Geburten voll belegt. Andrea gab der zuständigen Hebamme eine Übergabe und wir verabschiedeten uns von ihr. Wir vereinbarten noch eine Uhrzeit, zu der sie erneut zu uns nach Hause kommen würde, falls wir wieder nach Hause geschickt werden würden.
Im CTG zeigten sich beim Kind keine Auffälligkeiten, es waren jedoch alle 2 Minuten Wehen zu sehen, die ich mittlerweile auch deutlicher spürte. Da uns jedoch die zuständige Hebamme vehement versicherte, die Geburt würde noch lange nicht bevorstehen und frühestens am nächsten Tag zu erwarten sein, gingen wir auf ihr Anraten wieder nach Hause und wollten uns mit Andrea zur verabredeten Uhrzeit um 19 Uhr neu beraten.
Ich legte mich in die Badewanne und so wurden in der kommenden Dreiviertelstunde aus 2-Minuten Wehen dann 1- Minuten Wehen. Wir gingen jedoch aufgrund der Aussage der Hebamme des Krankenhauses immer noch nicht davon aus, dass diese viel bedeuten würden.
Dann bat ich meinen Mann jedoch Andrea anzurufen und zu bitten jetzt um 18:15 Uhr zu kommen, da ich dann doch den Eindruck hatte, die Geburt würde nicht mehr lange bevorstehen.
Es kam jedoch anders. Während mir mein Mann aus der Badewanne half rief Andrea selber bei uns an, wollte wissen wie es uns geht und sagte sie stünde vor der Haustüre! Sie hatte ihren Termin abgesagt und wollte bei uns nach dem Rechten sehen. Als sie im Badezimmer ankam, platzte die Fruchtblase und da Andrea den Kopf des Kindes schon tasten konnte, fragte sie mich behutsam, ob ich mir vorstellen könnte im Badezimmer mein Kind zu bekommen. Ich war mittlerweile in den Presswehen und stimmte sofort zu.
Eine völlige Ruhe ausstrahlend organisierte Andrea in Windeseile alles Notwendige für die Hausgeburt. Nach wenigen Presswehen war zunächst der Kopf, dann um 18:33 unsere ganze Lilith geboren.

Wir können Andrea nur einen riesen Dank dafür aussprechen, dass sie zum rechten Zeitpunkt für uns da war und unserer Tochter so fürsorglich und professionell auf die Welt geholfen hat!